Andreas Koch
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Verein Geothermie Thurgau
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Fachhochschule Südschweiz (SUPSI):
Leader-Partner in zwei europäischen Energiemanagement-Projekten

31.08.2018
Die Modellierung von Verbrauch und Wärmeverhalten von Gebäuden ist eine wichtige Aufgabe für ein effizientes Energiemanagement. Parallel dazu muss die im Erdreich vorhandene Wärme bewertet werden. Beide Aufgaben werden von der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) in zwei europäischen Projekten durchgeführt, wie «Geothermie-Schweiz» berichtet. (Karte anklicken)

Die SUPSI verfügt neben anderen über das «Institute of Earth Sciences» (IST) und das «Institute for Applied Sustainability to the Built Environment» (ISAAC). Beide sind an den europäischen Projekten CheapGSHPS und GEO4CIVHIC beteiligt, die im Rahmen von Horizon 2020 mit EU-Geldern gefördert werden. SUPSI beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Methode zur Erstellung von Karten, die die verfügbare Energie, die aus dem Untergrund unter Berücksichtigung der Umweltauflagen gewonnen werden soll, zeigt. Es ist auch an der Modellierung des thermischen Verhaltens verschiedener Gebäudetypen unter verschiedenen klimatischen Bedingungen beteiligt. Ziel ist es, die bestmögliche Übereinstimmung zwischen verfügbarer Energie und Verbrauch auf europäischer Ebene zu erreichen. 

Beim Projekt CHEAP-GSHP wird angestrebt, mittels Verbesserung bestehender und Entwicklung neuer Bohrtechnologien die Kosten um etwa einen Viertel zu senken. Mit Modellierungstools und Entscheidungshilfen werden die Technologiewahl, das Design und die Installation und der Betrieb der Systeme geplant. Hier kommen Geologie, Gebäudetechnik, Physik und Handwerk zusammen um die bestmöglichen Lösungen zu finden. Da die geothermische Nutzung in der Schweiz sehr weit verbreitet ist, gilt unser Land als Referenz für Wärmepumpenanlagen. In thematischen Karten auf Gemeindeebene wird der Energiebedarf für verschiedene Gebäude unter verschiedenen klimatischen Bedingungen modelliert. Kombiniert mit den geologischen Daten zu Temperatur und Ergiebigkeit kann aufgezeigt werden, in welchem Umfang die Wärme aus dem Boden genutzt werden kann. Ergänzt mit den Informationen zu den Kosten können schnell und einfach die Investitionen und Betriebskosten erhoben und mit anderen Energieträgern verglichen werden.

Das Projekt GEO4CIVHIC-Projekt (Most Easy, Efficient and Low Cost GEOthermal Systems FOR Retrofitting CIVil and HIstoriCal Buildings) hat zum Ziel, Lösungen für Bohrungen, Wärmepumpen und verschiedene Energiespeichertechnologien, Heiz- und Kühlterminals zu identifizieren und zu entwickeln. Angewendet werden sollen die Daten vor allem auf bestehende Bauten und historische Gebäude. Auch hier gilt die Schweiz als Referenz, da die Nutzungsdichte mit Erdwärmesonden europaweit am Höchsten ist. Im Tessin, dem Standort des SUPSI, geht man noch einen Schritt weiter und untersucht basierend auf Fallstudien die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes geothermischer Systeme für in historischen Gebäuden. Im Fokus steht die gegenseitige Beeinflussung von Erdsondenbohrungen und wie diese Probleme technisch und rechtlich gelöst werden können.

 

Weiterführende Informationen:

CHEAP-GSHP:   http://cheap-gshp.eu

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